Was sind Awareness-Teams?
Awareness bedeutet, aufmerksam hinzusehen und Situationen ernst zu nehmen, bevor sie sich verschärfen. Awareness-Teams sind speziell geschulte Ansprechpersonen, die Besucher*innen in unterschiedlichen Situationen niederschwellig unterstützen können.
Sie können beispielsweise helfen, wenn Personen:
- sich bedrängt oder belästigt fühlen
- Diskriminierung oder übergriffiges Verhalten erleben
- sich in einer Situation unsicher fühlen
- Unterstützung beim Verlassen eines Bereichs benötigen
- eine Begleitung oder einen geschützten Rückzugsort brauchen
- Hilfe benötigen, aber sich nicht direkt an Polizei oder klassische Sicherheitskräfte wenden möchten
Dabei geht es nicht darum, Sicherheitsdienste zu ersetzen. Awareness ergänzt bestehende Sicherheitskonzepte um eine wichtige Perspektive: das subjektive Sicherheitsgefühl der Besucher*innen.
Denn nicht jede sicherheitsrelevante Situation ist laut oder sofort sichtbar. Manche Situationen beginnen mit Unsicherheit, Unwohlsein oder dem Gefühl, dass eine Grenze überschritten wurde. Wer frühzeitig Unterstützung anbietet, kann dazu beitragen, Konflikte zu entschärfen und Eskalationen zu verhindern.
Warum Awareness bei Veranstaltungen immer wichtiger wird
Veranstaltungen bringen viele unterschiedliche Menschen zusammen. Besonders bei Konzerten, Festivals, Sportveranstaltungen, Public Viewings oder großen Firmenveranstaltungen entstehen dynamische Situationen, in denen sich Besucher*innen nicht immer sicher oder wohl fühlen.
Klassische Sicherheitsmaßnahmen bleiben dabei unverzichtbar. Zutrittskontrollen, Crowd Management, Einsatzplanung und die schnelle Reaktion auf Zwischenfälle sind zentrale Bestandteile professioneller Veranstaltungssicherheit.
Awareness erweitert diesen Ansatz.
Während klassische Sicherheitsmaßnahmen häufig auf konkrete Risiken und Vorfälle reagieren, setzt Awareness auch früher an. Teams beobachten aufmerksam, sind sichtbar ansprechbar und können Unterstützung anbieten, bevor eine Situation eskaliert.
Das Ziel ist ein Umfeld, in dem Besucher*innen wissen:
Ich kann mich an jemanden wenden, wenn ich Hilfe brauche.
Diese Möglichkeit kann entscheidend sein – sowohl für die betroffene Person als auch für den gesamten Veranstaltungsverlauf.
Awareness in Wien: gesetzliche Vorgaben für größere Veranstaltungen
In Wien hat das Thema Awareness mittlerweile auch gesetzlich an Bedeutung gewonnen. Seit Juli 2026 sind für bestimmte größere Veranstaltungen entsprechende Awareness-Konzepte und Awareness-Beauftragte vorgesehen.
Damit wird deutlich: Veranstaltungssicherheit wird heute zunehmend ganzheitlich gedacht.
Für Veranstalter*innen bedeutet das, sich bereits in der Planungsphase mit Fragen auseinanderzusetzen wie:
- Welche Risiken bestehen für Besucher*innen?
- Wie können Betroffene unkompliziert Unterstützung erhalten?
- Wer ist bei Belästigung, Diskriminierung oder Übergriffen ansprechbar?
- Wie sind Awareness und klassische Sicherheitsstrukturen miteinander verbunden?
- Wie werden Vorfälle professionell dokumentiert und weitergeleitet?
- Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Veranstaltungsleitung, Sicherheitskräften, Rettung und Behörden?
Awareness sollte dabei nicht als isolierte Maßnahme betrachtet werden. Damit ein Konzept in der Praxis funktioniert, muss es in die gesamte Veranstaltungsorganisation eingebunden sein.
Awareness als Teil eines ganzheitlichen Sicherheitskonzepts
Ein professionelles Sicherheitskonzept berücksichtigt unterschiedliche Szenarien und Bedürfnisse. Awareness ist dabei eine zusätzliche Ebene, die bestehende Sicherheitsmaßnahmen sinnvoll ergänzt.
Klare Rollen und Kommunikationswege sind entscheidend. Awareness-Teams müssen wissen, wann sie selbst unterstützen können und wann weitere Stellen hinzugezogen werden müssen.
Securitas bietet Awareness-Teams für Veranstaltungen
Als Teil moderner Veranstaltungssicherheit bietet Securitas Österreich Awareness-Teams für unterschiedliche Veranstaltungsformate an.
Dabei verbinden wir unsere Erfahrung im Bereich Veranstaltungssicherheit mit einem erweiterten Verständnis von Sicherheit. Unsere Teams können Besucher*innen als zusätzliche Ansprechpersonen zur Verfügung stehen und dabei helfen, Situationen frühzeitig wahrzunehmen und Unterstützung respektvoll zu organisieren.
Awareness kann insbesondere bei folgenden Veranstaltungen eine wichtige Rolle spielen:
- Konzerte und Festivals
- Sportveranstaltungen
- Public Viewings
- Firmenveranstaltungen
- Großveranstaltungen
- Fan-Zonen und öffentliche Events
- Veranstaltungen mit großen Besucher*innenströmen
Gemeinsam mit weiteren Sicherheitsmaßnahmen kann ein individuelles Konzept entwickelt werden, das zur jeweiligen Veranstaltung, den Besucher*innen und den konkreten Anforderungen passt.
Sicherheit bedeutet auch, sich sicher zu fühlen
Eine Veranstaltung ist dann besonders gut organisiert, wenn Sicherheit nicht nur im Ernstfall funktioniert.
Besucher*innen sollen wissen, wohin sie sich wenden können. Sie sollen sich ernst genommen fühlen und darauf vertrauen können, dass Unterstützung professionell, respektvoll und situationsgerecht organisiert wird.
Awareness-Teams können genau dazu beitragen.
Sie machen Sicherheit menschlicher, zugänglicher und präventiver. Sie ersetzen keine klassischen Sicherheitsmaßnahmen – aber sie ergänzen sie um einen wichtigen Bereich, der bei modernen Veranstaltungen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Fazit: Awareness ist ein wichtiger Teil moderner Veranstaltungssicherheit
Moderne Veranstaltungssicherheit besteht aus mehr als Kontrolle und Reaktion. Sie beginnt bereits bei der Planung, berücksichtigt unterschiedliche Risiken und schafft klare Anlaufstellen für Menschen, die Unterstützung benötigen.
Mit Awareness-Teams erweitert Securitas Österreich das Sicherheitsangebot für Veranstaltungen um eine zusätzliche, wichtige Dimension.
Denn gute Sicherheit bedeutet nicht nur, auf Risiken vorbereitet zu sein.
Gute Sicherheit bedeutet auch, hinzusehen, zuzuhören und Menschen rechtzeitig die Unterstützung zu geben, die sie brauchen.