Skip to main content

    Wenn der Roboter die Nachtschicht unterstützt

    Lesen Sie unser Kundenbeispiel über Sicherheit in der Nacht und darüber, wie Robotik, zentrale Überwachung und Echtzeitdaten Sicherheitsdienste wirksam ergänzen.

    Sicherheit in der Nacht durch Robotik

    Wie Robotik, zentrale Überwachung und Echtzeitdaten Sicherheitsdienste wirksam ergänzen

    Nach Ladenschluss wird es ruhig in einem großen deutschen Outlet-Center. Die letzten Besucher*innen verlassen das Gelände, die Geschäfte schließen und die weitläufigen Außenbereiche leeren sich. Doch die Sicherheitsarbeit geht weiter. Während tagsüber Sicherheitsmitarbeiter*innen für Präsenz und Service sorgen, übernimmt nachts ein autonomer Sicherheitsroboter einen Teil der Kontrollgänge. Dabei arbeitet er nicht allein: Im Hintergrund überwachen Operatoren in der Securitas Notrufzentrale seine Meldungen und koordinieren bei Bedarf mobile Einsatzkräfte.

    Große Einkaufszentren, Logistikstandorte und Industrieareale müssen auch dann geschützt werden, wenn der reguläre Betrieb längst beendet ist. Gerade in den Nachtstunden sind Kontrollgänge über weitläufige Gelände ein wesentlicher Bestandteil des Sicherheitskonzepts. Türen und Zufahrten müssen überprüft, ungewöhnliche Aktivitäten erkannt und mögliche Schäden möglichst früh festgestellt werden.

    Gleichzeitig wird es für viele Unternehmen schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter*innen für dauerhaft zu besetzende Nachtschichten zu finden. Das betrifft nicht nur den Sicherheitsbereich. Nachtarbeit stellt besondere Anforderungen an Personalplanung, Arbeitsorganisation und langfristige Verfügbarkeit.

    Ein großes Outlet-Center in Deutschland stand genau vor dieser Herausforderung. Das Gelände empfängt tagsüber Tausende Besucher*innen und erstreckt sich über eine weitläufige Handels- und Außenfläche. Nachts musste eine verlässliche Überwachung sichergestellt werden, während gleichzeitig die Abhängigkeit von schwer zu besetzenden Nachtpositionen reduziert werden sollte.

    Gemeinsam mit Securitas entstand daraus ein hybrides Sicherheitsmodell, das Menschen, Robotik und zentrale Überwachung miteinander verbindet.

     

    Nach Ladenschluss beginnt eine andere Sicherheitsaufgabe

    Tagsüber herrscht in einem Outlet-Center reger Betrieb. Besucher*innen bewegen sich zwischen Geschäften und Gastronomiebereichen, Lieferungen treffen ein und Mitarbeiter*innen benötigen Unterstützung bei unterschiedlichen Anliegen.

    Sicherheitsmitarbeiter*innen übernehmen in diesem Umfeld weit mehr als Kontrollaufgaben. Sie sind sichtbar präsent, unterstützen bei Fragen, reagieren auf Vorfälle und tragen dazu bei, dass sich Besucher*innen und Beschäftigte sicher fühlen.

    Nachts verändert sich die Situation grundlegend. Die Besucherströme verschwinden, Geschäfte und Restaurants sind geschlossen und große Teile des Areals bleiben über Stunden weitgehend menschenleer. Damit ändern sich auch die Risiken.

    Im Mittelpunkt stehen nun der Schutz der Gebäude und Außenflächen, die Kontrolle des Perimeters sowie die frühzeitige Erkennung von Einbruch, Vandalismus, unbefugtem Zutritt oder technischen Auffälligkeiten.

    Diese Aufgaben sind wichtig, bestehen jedoch häufig aus wiederkehrenden Kontrollwegen. Genau hier kann Robotik eine sinnvolle Ergänzung sein.

     

    Ein Sicherheitskonzept, drei miteinander verbundene Ebenen

    Für das Outlet-Center entwickelte Securitas eine Lösung, bei der die unterschiedlichen Aufgaben nach Tageszeit und erforderlicher Kompetenz verteilt werden.

    Während der Öffnungszeiten bleiben Sicherheitsmitarbeiter*innen vor Ort. Sie bringen Erfahrung, Kommunikationsfähigkeit und Situationsverständnis ein – Fähigkeiten, die im direkten Kontakt mit Menschen unverzichtbar sind.

    In der Nacht übernimmt ein autonomer Sicherheitsroboter definierte Kontrollgänge im Außenbereich. Er bewegt sich durch festgelegte Zonen, erfasst seine Umgebung und reagiert auf auffällige Veränderungen.

    Die dritte Ebene bildet das Securitas Operation Center – die Notrufzentrale. Der Roboter ist direkt mit der zentralen Überwachung verbunden. Erkennt das System eine ungewöhnliche Aktivität, werden die entsprechenden Informationen und Bilddaten an die Operator*innen übertragen. Diese prüfen die Situation in Echtzeit und entscheiden anhand eines zuvor abgestimmten Alarmplans über die nächsten Schritte.

    Ist ein Einsatz vor Ort erforderlich, kann eine mobile Securitas-Streife gezielt zum Standort geschickt werden.

    So entsteht keine isolierte technische Lösung, sondern eine durchgängige Sicherheitskette: Der Roboter überwacht, das Securitas Operation Center bewertet und der Mensch interveniert.

     

    Ein Roboter, der nicht nur einer starren Linie folgt

    Autonome Sicherheitsroboter unterscheiden sich von einfachen Maschinen, die immer dieselbe Strecke auf exakt dieselbe Weise abfahren.

    Das System bewegt sich innerhalb eines vorher definierten Einsatzbereichs, kann seine unmittelbare Umgebung erfassen und seine Bewegungen an die aktuelle Situation anpassen. Es patrouilliert damit nicht ausschließlich nach einem starren, unveränderlichen Muster.

    Seine Aufgabe besteht darin, große Außenbereiche kontinuierlich zu kontrollieren und relevante Abweichungen zu erkennen. Je nach technischer Ausstattung können dabei Bildinformationen und weitere Sensordaten erfasst und in Echtzeit an die Notrufzentrale übertragen werden.

    Der entscheidende Punkt ist jedoch nicht, wie selbstständig der Roboter fahren kann. Entscheidend ist seine Einbindung in die gesamte Sicherheitsorganisation.

    Ohne zentrale Bewertung würde eine technische Meldung zunächst nur bedeuten, dass ein System eine Auffälligkeit registriert hat. Ob tatsächlich eine Gefahr besteht, lässt sich daraus nicht automatisch ableiten.

    Ein Gegenstand kann sich im Wind bewegen. Eine Person kann sich berechtigt auf dem Gelände befinden. Ein Tier kann einen Sensor auslösen. Deshalb werden relevante Meldungen von geschulten Operator*innen überprüft, bevor eine Intervention veranlasst wird.

     

    Technik sieht hin, Menschen beurteilen

    Das Beispiel zeigt einen wichtigen Grundsatz moderner Sicherheitslösungen: Automatisierung bedeutet nicht, Entscheidungen vollständig an Maschinen zu übertragen.

    Der Roboter übernimmt Aufgaben, für die technische Systeme besonders geeignet sind. Er kann über längere Zeiträume Kontrollgänge durchführen, definierte Flächen regelmäßig überwachen und Daten unmittelbar weiterleiten.

    Menschen übernehmen hingegen jene Aufgaben, bei denen Erfahrung, Kontext und Urteilsvermögen gefragt sind.

    Die Operator*innen im SOC beurteilen, ob eine Meldung sicherheitsrelevant ist. Mobile Sicherheitsmitarbeiter*innen überprüfen die Situation vor Ort und setzen die erforderlichen Maßnahmen. Tagsüber sorgen Kolleg*innen im Outlet-Center für persönliche Präsenz, Service und direkte Unterstützung.

    Die Technologie ersetzt damit nicht die menschliche Sicherheitsarbeit. Sie verändert, wie und wo Menschen eingesetzt werden.

    Statt Mitarbeiter*innen ausschließlich für gleichförmige Kontrollgänge über ein weitläufiges Gelände einzuplanen, können personelle Ressourcen stärker auf Situationen konzentriert werden, in denen menschliches Handeln tatsächlich notwendig ist.

     

    Aus einem Alarm wird eine gezielte Reaktion

    Eine wesentliche Stärke des Modells liegt in der direkten Verbindung zwischen Erkennung, Bewertung und Intervention.

    Registriert der Roboter eine ungewöhnliche Aktivität, wird die Meldung nicht lediglich gespeichert oder erst am nächsten Morgen ausgewertet. Die Informationen stehen den Operator*innen im SOC (Securitas Operation Center) unmittelbar zur Verfügung.

    Sie können auf die übermittelten Bilder und Daten zugreifen, die Situation mit dem hinterlegten Alarmplan abgleichen und geeignete Maßnahmen einleiten.

    Liegt kein erkennbares Risiko vor, muss keine Streife unnötig ausrücken. Bestätigt sich hingegen ein sicherheitsrelevanter Verdacht, kann ein mobiles Einsatzteam gezielt zum betroffenen Bereich geschickt werden.

    Dadurch wird der mobile Sicherheitsdienst nicht nach dem Prinzip „vorsorglich überall“ eingesetzt, sondern auf Grundlage einer überprüften Meldung. Das kann Wege reduzieren und gleichzeitig die Reaktion auf tatsächliche Ereignisse verbessern.

    Für den Kunden entsteht so mehr Transparenz darüber, was auf dem Gelände passiert, welche Meldungen ausgelöst wurden und wie darauf reagiert wurde.

     

    Verlässliche Kontrollen trotz schwieriger Personalplanung

    Für das Outlet-Center war die Personalverfügbarkeit ein wesentlicher Anlass, über ein neues Modell nachzudenken. Qualifizierte Mitarbeiter*innen für dauerhaft zu besetzende Nachtschichten zu gewinnen, wurde zunehmend anspruchsvoller.

    Der Einsatz eines Sicherheitsroboters löst den allgemeinen Arbeitskräftemangel nicht. Er kann jedoch dort entlasten, wo Aufgaben standardisierbar sind und sich technisch sinnvoll unterstützen lassen.

    Der Roboter wird nicht krank, benötigt keinen Schichtwechsel und kann geplante Kontrollgänge mit gleichbleibender Regelmäßigkeit durchführen. Gleichzeitig bleibt er in ein professionelles Sicherheitskonzept eingebunden, das menschliche Bewertung und Intervention vorsieht.

    Das schafft eine zusätzliche Form der Kontinuität. Kontrollbereiche können auch nachts regelmäßig überwacht werden, ohne jede Aufgabe durch eine dauerhaft stationierte Sicherheitskraft abdecken zu müssen.

    Für Unternehmen wird das Sicherheitsmodell dadurch langfristig besser planbar und flexibler skalierbar.

     

    Wirtschaftlichkeit entsteht durch die richtige Kombination

    Sicherheitslösungen müssen wirksam sein, gleichzeitig aber auch wirtschaftlich betrieben werden können.

    Eine durchgehende personelle Besetzung jedes Bereichs ist bei sehr großen Arealen nicht immer die sinnvollste Lösung. Eine ausschließlich technische Überwachung kann wiederum an Grenzen stoßen, sobald eine Situation bewertet oder vor Ort geklärt werden muss.

    Der hybride Ansatz verbindet daher unterschiedliche Stärken.

    Der Sicherheitsroboter übernimmt wiederkehrende Patrouillen. Das SOC sorgt für zentrale Überwachung und fachliche Bewertung. Mobile Einsatzkräfte werden dann aktiv, wenn ihre Präsenz tatsächlich erforderlich ist.

    In diesem Kundenprojekt führte diese Kombination zu einer verlässlicheren nächtlichen Abdeckung und zu niedrigeren laufenden Sicherheitskosten. Gleichzeitig verbesserten sich die Transparenz über das Gelände und die Nachvollziehbarkeit der Abläufe.

    Der Roboter entwickelte sich dabei nicht zu einem isolierten technischen Zusatz. Er wurde Teil eines Sicherheitsmodells, in dem alle Komponenten miteinander verbunden sind.

     

    Vom Einkaufszentrum zum Industrieareal

    Das Outlet-Center ist ein anschauliches Beispiel, doch die zugrunde liegende Herausforderung betrifft viele Branchen.

    Logistikzentren verfügen über große Außenflächen, Zufahrten und Ladebereiche, die außerhalb der Betriebszeiten überwacht werden müssen. Industrieunternehmen schützen Produktionsanlagen, Lager und technische Infrastruktur. Businessparks umfassen mehrere Gebäude und weitläufige Parkflächen. Auch bei Verkehrsanlagen oder großen Immobilienstandorten können nächtliche Kontrollwege beträchtliche Distanzen umfassen.

    Überall dort stellt sich eine ähnliche Frage: Muss jede Kontrollaufgabe dauerhaft durch eine Person vor Ort ausgeführt werden – oder lässt sich ein Teil der Überwachung durch intelligente Technik unterstützen?

    Die Antwort hängt vom Standort, von den vorhandenen Risiken und von den betrieblichen Anforderungen ab. Ein autonomer Roboter eignet sich nicht automatisch für jedes Gelände. Wege, Bodenbeschaffenheit, Beleuchtung, Wetterbedingungen, Kommunikationsverbindungen und die vorhandene Sicherheitsinfrastruktur müssen berücksichtigt werden.

    Auch die Frage, was bei einer Meldung geschieht, muss von Beginn an geklärt sein. Technik allein schützt keinen Standort. Erst durch klar definierte Prozesse, zentrale Überwachung und verlässliche Intervention entsteht eine wirksame Sicherheitslösung.

     

    Was das Beispiel für österreichische Unternehmen bedeutet

    Auch Unternehmen in Österreich stehen vor der Aufgabe, große Standorte nachts zuverlässig zu schützen und gleichzeitig mit verfügbaren personellen Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen.

    Securitas Österreich verbindet bereits unterschiedliche Bausteine zu integrierten Sicherheitslösungen: Sicherheitsmitarbeiter*innen vor Ort, mobile Revier- und Alarmstreifen, technische Überwachung, digitale Dokumentation und die Bearbeitung von Alarmmeldungen im Securitas Operation Center.

    Das deutsche Kundenprojekt zeigt, wie ein solches Modell um autonome Patrouillen ergänzt werden kann. Dabei geht es nicht darum, Menschen möglichst vollständig durch Maschinen zu ersetzen. Vielmehr werden Aufgaben neu verteilt.

    Technologie übernimmt kontinuierliche und wiederkehrende Kontrollen. Die Leitstelle (SOC) führt Informationen zusammen und bewertet Auffälligkeiten. Sicherheitsmitarbeiter*innen konzentrieren sich auf die persönliche Unterstützung, die Entscheidung und die Intervention.

    So wird aus einzelnen Sicherheitsleistungen ein vernetztes Modell, das sich an der tatsächlichen Situation eines Standorts orientiert.

     

    Die Nachtschicht der Zukunft ist hybrid

    Der Sicherheitsroboter im Outlet-Center steht sinnbildlich für eine Entwicklung, die weit über einzelne technische Innovationen hinausgeht.

    Die Zukunft der Sicherheit liegt nicht ausschließlich in mehr Personal und auch nicht ausschließlich in mehr Technik. Sie liegt im intelligenten Zusammenspiel beider Seiten.

    Autonome Systeme können große Areale überwachen, Daten erfassen und Auffälligkeiten unmittelbar melden. Menschen bringen Erfahrung, Urteilsfähigkeit und die Fähigkeit mit, in unvorhergesehenen Situationen angemessen zu handeln.

    Zentrale Leitstellen verbinden diese beiden Welten. Sie machen aus einer technischen Meldung eine bewertete Information und aus dieser Information eine koordinierte Reaktion.

    Der Roboter übernimmt damit zwar einen Teil der Nachtschicht – die Verantwortung für die Sicherheit bleibt jedoch beim Menschen.

     

    Wie zukunftsfähig ist Ihre Sicherheit in der Nacht?

    Eine moderne Sicherheitslösung beginnt mit einer genauen Analyse des Standorts. Welche Bereiche müssen nachts kontrolliert werden? Wo entstehen wiederkehrende Aufgaben? Welche Alarme können technisch erkannt und aus der Ferne überprüft werden? Und in welchen Situationen ist eine Intervention vor Ort erforderlich?

    Securitas Österreich unterstützt Unternehmen dabei, personelle Sicherheitsdienste, mobile Einsatzkräfte, zentrale Überwachung und Sicherheitstechnik aufeinander abzustimmen.

    So kann ein Sicherheitskonzept entstehen, das nicht nur heute zuverlässig funktioniert, sondern auch bei veränderten Anforderungen, neuen Risiken und schwierigeren Rahmenbedingungen tragfähig bleibt.

    Sprechen Sie mit unseren Expert*innen darüber, wie eine hybride Sicherheitslösung die nächtliche Überwachung Ihres Standorts effizienter, transparenter und widerstandsfähiger gestalten kann.